Repertoire
Die Bremer Stadtmusikanten
nach den Gebrüdern GrimmRegie / Textfassung: Marlin de Haan
Co-Regie/ Bewegungstraining: Oliver Möller
Ausstattung: Julia Rautenhaus
Projektleitung: William Hodali
Inszenierung 2011
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Fotos: Božica Babić
„Solche Opas sind der
Traum vieler Kinder: Rolf Kaulmann scharrt herrlich unbeholfen mit dem
Eselshuf, Klaus Deutzmann wackelt als Hund urkomisch mit dem Hinterteil und
William Hodali ist ein herrlich aufgeplusterter Gockel. Komplettiert wird das Trio
durch Brigitte König als sich genüsslich räkelnde Katze.“ Westdeutsche Zeitung,
28.10.2011
„Auch die zwölf Banditen
erzählen von Schicksalen und Bedürfnissen, werden trotz Maskierung als
Individuen skizziert. Das ist der besondere Einfall der Inszenierung: Auch die
Bösen sind Opfer. Sie werden ja gleichfalls beraubt und vertrieben.“ Rheinische
Post, 28.10.2011
„Nette Typen miauen und
krähen da. (…) Nicht artistisch hochgestapelt, sondern in einem Beutesack sich
versteckend, werden die Musiker, wie das Trojanische Pferd, von den
ahnungslosen Gegnern selbst ins Haus geschleppt. Das sind amüsante Ideen. Mehr
davon, möchte man die Amateure ermuntern.“ Rheinische Post, 28.10.2011
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KATZE 32 Jahre lang habe ich liebevoll meine
Familie umsorgt. Alle hielten das für selbstverständlich. Ok. Darum kam auch
nie ein Dankeschön. Ja, doch, ich habe es gern` getan. Mein Katerchen lebt
schon lange sein eigenes Leben. Ich hielt durch, solange die Kinder mich
brauchten. Nun gehen sie ihren eigenen Weg. Jetzt tue ich mal was für mich. Ich
habe nur das Wichtigste in meinen Rucksack gepackt, mein geliebtes Fahrrad
gegriffen und beschlossen, eine große Reise anzutreten. Ich muß einfach mal
raus. Weg von hier. Doch wohin?
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ESEL Bremen ist eine tolle
Stadt! Mein Großvater stammt daher und der hat mir viel davon erzählt - von der frischen Luft dort,
von den Schiffen,... Da kann man Leute treffen - alle Nationen! In Bremen ist
immer was los, auch kulturell. Dort soll es eine schöne Altstadt geben. Wenn man mal verschnaufen
will, dann fährt man aufs Land - grüne Wiesen, Kühe, Mühlen - einfach
traumhaft. Lasst uns nach Bremen gehen! |
![]() | HUND Ihr seid mir ja richtige Reiseprofis. ESEL Wenn das so weitergeht, dann kommen wir
nie in Bremen an. KATZE Nun seid mal ganz still. Bis jetzt hat doch
alles wunderbar geklappt und das der Reifen jetzt platt ist, dafür kann ich
auch nicht. |
![]() | HUND (…)Nur: Wer rastet, der rostet. So habe ich
mir überlegt, das Weite zu suchen und mich auf den Weg zu machen. Du Esel willst nach Bremen? (freut sich) Eine große, schöne Stadt mit vielen Menschen,
Gleichgesinnten und Gleichaltrigen, die auch in ihrem fortgeschrittenen Alter
noch was Tolles unternehmen wollen. Auf nach Bremen. Da ist bestimmt was los. Da könnt ich mal wieder zeigen, was in so einem "alten" Hund noch alles drin steckt. |
![]() | KATZE
Ich hätte ja nie gedacht,
dass ich
einmal in einem
Räuberhaus landen würde. Doch es ist ein großes
Glück! So ein schönes, warmes Plätzchen findet man auch nicht überall. Dieses Haus ist genau das Richtige für
mich. Hier kann man es aushalten. Es wäre doch toll, wenn wir zusammen
hierbleiben würden. Ihr könntet die grobe Arbeit machen und ich würde für uns
alle kochen. Ansonsten kann sich hier jeder breit machen wie er will. |
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HAHN “Bremen“ – das könnte ein
Refugium werden, eine Wohngemeinschaft, die unter dem Motto steht „Einer für
alle, alle für einen“. Gemeinsam werden
wir stark sein. Wir werden jeder in dem anderen Freunde finden, die uns bis zum
letzten Atemzug beistehen werden, wir werden uns einer für den anderen
verantwortlich fühlen. Die alte Wahrheit gilt noch immer: Der einzelne Stab
lässt sich schnell brechen; ein Bündel ist unzerbrechlich. |
Fotos: Božica Babić