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2012

  • Das SeTA plant für 2012 die Inszenierung von „Der Meteor“ von Friedrich Dürrenmatt.
  • Ab  11. April wird das Stück  "Die Bremer Stadtmusikanten" (Erstaufführung 2011) wiederholt.
    
     

Der Meteor

von Friedrich Dürrenmatt

Wolfgang Schwitter, ein Nobelpreisträger wird im Krankenhaus für tot erklärt, doch zu seiner Verzweiflung ist er immer noch lebendig. Entnervt sucht er sein altes Atelier auf, um wenigstens dort in Ruhe sterben zu können, doch er wird immer wieder von gestört. So kommt z.B. sein Sohn vorbei und fordert sein Erbe, seine Frau und sein Verleger suchen nach einer Erklärung für die „Auferstehung“ und auch der Pfarrer spürt ihn in seinem alten Atelier auf, um erneut für ihn zu beten. Er möchte seine Ruhe haben und baut das Zimmer um, ändert das Licht, bestellt alkoholische Getränke zur Erleichterung des Vorganges. Während Schwitter immer lebendiger erscheint, sterben die Menschen um ihn herum. Der Pfarrer z.B. entschläft auf dem Bett, seine Frau nimmt sich das Leben und ein weiterer Besucher stürzt die Treppe herunter. Die Verhältnisse scheinen vertauscht, weil Schwitter unbedingt sterben möchte und es nicht kann, während den anderen, die leben wollen, immer wieder Tödliches zustößt. Wolfgang Schwitter fordert für sich ein würdevolles Ableben, doch sein Umfeld gönnt es ihm nicht, weil es seine eigenen Interessen in den Vordergrund stellt. Er hofft auf eine Erlösung durch das Sterben, doch die trifft nicht ein. Durch Licht, Musik und die bizarren Auftritte der Nebenrollen, jeder Nebendarsteller soll im Wechsel jede Nebenrolle spielen, bekommt der Abend surrealistische Züge, die die Ambivalenz und Absurdität des Stückes noch deutlicher erscheinen lassen sollen.

Mit dieser Komödie „Der Meteor“ möchte sich das SeTA-Ensemble auf spielerische Weise mit dem Thema Würde und, in dem Zusammenhang, der Sterbehilfe, annähern.

 “Der Meteor” wurde 1966 geschrieben. Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Januar 1921 in Konolfingen, einem Schweizer Dorf im Kanton Bern, geboren. 1935 zog die Familie nach Bern um. Noch in Konolfingen begann er zu malen und zu zeichnen, eine Neigung, die er sein Leben lang verspüren sollte. Er illustrierte später manches seiner eigenen Werke, verfasste Skizzen, zum Teil ganze Bühnenbilder. Im Jahr 1941 beginnt Dürrenmatt in Bern sein Studium der Philosophie und studiert später außerdem noch Naturwissenschaften und Germanistik. 1943 entschied er sich die schriftstellerische Laufbahn einzuschlagen. Sein erstes veröffentlichtes Stück entstand 1945/46: "Es steht geschrieben". Weltweiten Erfolg erzielte er mit seiner Komödie "Der Besuch der alten Dame". "Die Physiker", er bezeichnete dieses Werk ebenfalls als Komödie, wurde sein erfolgreichstes Theaterstück. Für sein Schaffen, das neben Theaterstücken, Detektivromanen, Erzählungen und Hörspielen auch Essays und Vorträge umfasst, erhielt er viele Auszeichnungen. Am 14. Dezember 1990 starb Dürrenmatt in Neuchâtel im Alter von 69 Jahren.

Regie: Marlin de Haan

Co-Regie/ Bewegungstraining: Oliver Möller



2011

Anfang des Jahres wurde das Stück  "Guten Tag! - ein Zirkeltraining" in Düsseldorf  uraufgeführt.
Im Oktober wurde das Projekt  "Die Bremer Stadtmusikanten"  präsentiert.
Überdies gibt es wieder viele Aufführungen der "Theatersplitter",  z. B. beim Caritasverband Düsseldorf  und anlässlich des 10jährigen Bestehens der Seniorentheater-Konferenz NRW.
 

 2010 

  • Der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) hat erstmals einen Deutschen Amateurtheaterpreis ausgeschrieben. Unter den 260 Bewerbungen wurden wir mit unserer Inszenierung
    „Die Kleinbürgerhochzeit“ von Bertolt Brecht als Preisträger in der Sparte Seniorentheater ausgewählt. Die Aufführung fand am 16. September im Centre Francais in Berlin-Wedding statt.

  • Unser Vorstands-Vorsitzender Holm Gottschling hat Anfang Februar 2010 aus gesundheitlichen Gründen sein über vier Jahre geführtes Ehrenamt abgegeben. Der Verein wird jetzt vertreten von William Hodali (1. Vorsitzender) und Brigitte König (2. Vorsitzende).

  • Das Frauenkulturbüro NRW hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Kultur in Remscheid, dem Literaturbüro Ruhr in Gladbeck und dem Forum Freies Theater in Düsseldorf einen Stücke-Wettbewerb für Dramatikerinnen ausgelobt. Mit dem Wettbewerb sollten Dramatikerinnen angeregt werden, Stücke für Seniorentheater zu schreiben.

    Als Anerkennung unseres mehr als 20-jährigen erfolgreichen Theaterschaffens wurde das SeTA-Ensemble ausgewählt, das Preisträgerstück „Silverday“ von Almut Baumgarten uraufzuführen (am 30. September im Hamburger Schauspielhaus). Die Regisseurin Marlin de Haan setzt mit diesem Projekt ihre Arbeit bei uns fort.

  • Unsere Bewerbung für einen der von der PSD Bank Rhein-Ruhr unter dem Motto „Ideen, die Generationen verbinden“ (Schirmherrschaft Frau Regina van Dinther, Präsidentin des Landtages NRW und Dirk Elbers, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf) ausgeschriebenen Stadt-Förderpreise war von Erfolg gekrönt. Wir freuen uns, dadurch ein zweites großes Projekt realisieren zu können.

    Worum handelt es sich? Unser Engagement, mit unserer Arbeit ein Brückenglied zu den sozialen Schichten der Bevölkerung zu sein, wird mit einer Eigenproduktion unter dem Titel „Guten Tag! - ein Zirkeltraining“ ein weiteres Zeichen setzen. Menschen mit Behinderungen werden leider all zu oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Dabei ist es geradezu faszinierend, wie „sehend“ blinde Mitbürger durch die Sensibilisierung ihrer Gefühlswelt zurecht kommen. Auf dieses Nebeneinder / Miteinander wollen wir aufmerksam machen. Gespräche mit Mitgliedern des Düsseldorfer Blindenvereins haben uns zu diesem Konzept ermutigt.

So ein Theater!